klinke – Modellprojekt am Bullenhuser Damm

  • Offenes Haus (Foto: Ali Haji)

  • Treppenhaus (Foto: Ali Haji)

  • Barkassenfahrt IDU (Foto: Ali Haji)

  • Schule am Bullenhuser Damm (Foto: Daniel Möring)

  • Pressekonferenz in der Schule am Bullenhuser Damm (Foto: Ali Haji)

  • Filmsalon in der Schule am Bullenhuser Damm (Foto: Ali Haji)

  • Filmsalon in der Schule am Bullenhuser Damm (Foto: Ali Haji)

  • Filmsalon in der Schule am Bullenhuser Damm (Foto: Ali Haji)

  • Filmsalon in der Schule am Bullenhuser Damm (Foto: Ali Haji)

  • Filmsalon in der Schule am Bullenhuser Damm (Foto: Ali Haji)

  • Bauworkshop (Foto: Ali Haji)

  • Netzwerktreffen (Foto: Ali Haji)

  • Hallöchen (Foto: Lio Kappel)

  • Tag der Städebauförderung (Foto: Ali Haji)

  • Hallöchen (Foto: Lio Kappel)

  • Hausbegehung (Foto: Lio Kappel)

  • Tag der Städtebauförderung (Foto: Ali Haji)

 

klinke umfasst die behutsame Umnutzung und Instandsetzung der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm im Hamburger Osten. Hier entsteht ein gemeinschaftlicher Arbeits- und Lernort mit flexiblen Nutzungen, bezahlbaren Mieten und kollektiver Selbstorganisation.

Im nationalsozialistischen Deutschland befand sich in der Schule ein Außenlager des KZ-Neuengamme. Am 20. April 1945 wurden hier 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene ermordet. Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm erinnert an diese Verbrechen.

Teilhabe

Teilhabe ist Kern des Projekts – klinke möchte die Räume der ehemaligen Schule gemeinsam nutzbar machen, mit Menschen aus der Nachbar:innenschaft, aus Kunst, Kultur, Handwerk, Kleingewerbe, erinnerungspolitischer und sozialer Arbeit. Die kommenden Jahre sollen Formen erprobt und die Räume der ehemaligen Schule für verschiedene Gruppen geöffnet werden, besonders marginalisierten Menschen*, um einen sicheren Ort zum Arbeiten und Zusammenkommen selbst verwalten zu können.

Kooperation

klinke wird in einem intensiven gemeinschaftlichen Prozess entwickelt, insbesondere zusammen mit der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V. (Initiative, die die Gedenkstätte vor Ort erkämpft hat), der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen (Träger der Gedenkstätte heute), der Stiftung Kindergärten Finkenau (Träger der ansässigen Kita), der Billebogen Entwicklungsgesellschaft (städtische Eigentumsgesellschaft) und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte (Zuwendungsgeberin).
klinke wird als Projekt des Nationalen Städtebaus von Bund und Kommune gefördert. Der Hallo: e.V. verwaltet 3,5 Mio. Euro für die Organisation rund um die Teilhabeprozesse und für den Innenausbau. Als Eigentümerin verwaltet die BBEG 4 Mio. Euro für die denkmalgerechte Sanierung und den barrierefreien Ausbau.

Verortung

Neben der Gedenkstätte Bullenhuser Damm und der KiTa Sonnenschein steht seit dem Ende des Schulbetriebs 1987 ein Großteil der Flächen leer. Der jahrzehntelange Leerstand ist auch ein Zeugnis der Ratlosigkeit über den Umgang mit einem komplexen Ort. Verschiedene städtebauliche Planungen transformieren den Hamburger Osten; das Quartier rund um die Schule am Bullenhuser Damm soll ein dicht bebauter Produktions- und Gewerbestandort werden. Diese Entwicklungen erhöhen den Druck auf gemeinwohlorientierte Räume und können – durch umfassende Neubauten und Umstrukturierungen – die Zeichen der Geschichte verwischen. Die historischen Spuren müssen in den stetigen Wandlungen des städtischen Raums mitgedacht und in neue Entwicklungen aufgenommen werden. klinke setzt sich im Hamburger Osten für eine Stadtentwicklung von Vielen für Viele ein. So sollen Arbeitsräume langfristig erhalten bleiben, durch flexible Nutzungen, bezahlbare Mieten und kollektive Selbstorganisation.

Kontext

Mit dem Anliegen einer dauerhaft gesicherten Nutzung und leistbaren Mieten hatte Hallo: seit 2018 das Konzept ›WERK‹ entwickelt, das die genossenschaftliche Übernahme eines Gebäudeteils des ehemaligen Kraftwerk Bille in Hammerbrook zum Ziel hatte. Die Umsetzung des Projektes scheiterte, nachdem sich die neuen Eigentümer:innen des Kraftwerk Bille aus dem ursprünglichen Kooperationsvorhaben zurückgezogen hatten. Die Förderung konnte abschließend 2025 erfolgreich übertragen und das Modellprojekt an der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm weiterentwickelt werden.

*Menschen, die strukturelle Dikriminierung** erfahren, aufgrund von race, class, gender, religion, ableism, antisemitismus und antiziganismus, ageism
**Es wird von struktureller Diskriminierung gesprochen, wenn die Benachteiligung einzelner Gruppen in der Organisation der Gesellschaft begründet liegt.

 

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